Wichtiger als Wissen ist Erfahrung

Wichtiger als Wissen ist Erfahrung

Hirnforscher Gerald Hüther: „Viel wichtiger als Wissen ist Erfahrung“

(Facebook-Post vom 09.11.2015)

Hüther: „Eine der bemerkenswertesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung ist, dass das Hirn nicht so funktioniert wie ein Muskel. Das kann man nicht trainieren durch Brainjogging oder stures Auswendiglernen. Damit im Hirn langfristig etwas verankert werden kann, muss das, was man lernen will, unter die Haut gehen. Neurobiologisch heißt das, es muss zu einer Aktivierung der emotionalen Zentren und damit zur Freisetzung neuroplastischer Botenstoffe im Hirn kommen, sodass das Neugelernte in Form von neuaufgebauten Netzwerken verankert wird. Dann bleibt es lange hängen. Wer einmal Fahrradfahren gelernt hat, vergisst das nie wieder. Die neuroplastischen Botenstoffe, die diese Umbauprozesse in Gang bringen, wirken wie Dünger im Hirn. Dass kaum etwas hängen bleibt, wenn es nicht unter die Haut geht, deckt sich mit Erkenntnissen der Bildungsforscher, wonach wir ein, zwei Jahre nach der Schule nur noch zehn Prozent von dem ganzen Schulstoff wissen.

Es kommt darauf an, dass man ein Interesse daran hat, sich Wissen anzueignen. Das eine ist, sich Wissen technisch zu besorgen. Das Wissen ist längst in Geräte ausgelagert, und jedes Kind, das sich dafür interessiert, kann in kürzester Zeit die weltweit beste Vorlesung über Fotosynthese finden. Die Vermittlung von Wissen ist nicht mehr das, worauf es ankommt. Viel wichtiger als Wissen ist ja Erfahrung. Da man nun aber nicht allein sämtliche Erfahrungen machen kann, auf die es im Leben ankommt, wäre es wichtig für die Zukunft, wie man sich die Erfahrungen anderer Menschen zugänglich macht. Damit ich das kann, muss ich auf andere Menschen zugehen können, dazu brauche ich soziale Kompetenz, und die hat ganz viel mit Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu tun. Schüler sollten in der Schule also vor allem zwei Dinge lernen, nämlich wie viel Freude es macht, wenn man sich Wissen erschließt, und dass es nichts Schöneres gibt, als sich Wissen von anderen Menschen zu erschließen, mit denen ich in eine Begegnung komme.“

SCHMIDTPETER Training & Coaching

Als gelernter Pädagoge und Psychologe sind mir diese Erkenntnisse nicht neu. Die modernen bildgebenden Methoden der Hirnforschung bestätigen dies nur wieder auf sehr eindrucksvolle und deutliche Weise. Selten sind diese Erkenntnisse heutzutage umgesetzt. Noch viel zu oft wird das Augenmerk lediglich auf die Wissenvermittlung und die Bewertbarkeit abrufbaren Wissens gelegt, das nichts mit Erfahrungswissen zu tun hat.

Von Gründung an im Jahre 2009 von Schmidtpeter Training & Coaching sind diese fundamentalen Lernfaktoren in meiner Arbeitsweise umgesetzt:

 Praxisorientierung 

Alle Veranstaltungen haben einen gemeinsamen Nenner: absolute Praxisrelevanz. Die einfache und nachhaltige Umsetzung im Unternehmens- und Berufsalltag steht im Mittelpunkt bei der didaktischen Konzeption und Vermittlung der Inhalte.

Langfristigkeit

Zu der qualitativ orientierten Arbeitsweise, die auf Langfristigkeit abzielt, gehören Übungen, Trainingsphasen und Transfersicherungs-Elemente, die dabei helfen, die theoretischen Inputs auch im Sinne einer nachhaltigen Wirkung zu verankern.

Methodik

Die Inhalte basieren auf einer stimulierenden und zeitgemäßen Methodik, die teilnehmerbezogen und prozessorientiert ist. Die Aktivität und die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmer/innen sind wesentliche Elemente meiner Arbeitsprinzipien. Die Atmosphäre ist geprägt durch Spaß am Lernen, Verbindlichkeit und Respekt.

Coaching bei SCHMIDTPETER Training & Coaching ist für Sie genau richtig:

  • Wenn Sie Einstellungen, Perspektiven, Pläne und Ziele  sowie nächste Schritte reflektieren oder neu finden und durchdenken wollen
  • Wenn Sie unter Blockaden oder Blackouts leiden
  • Wenn Sie sich über Ihre Talente, Fähigkeiten, Berufungen, Wünsche und Ziele klarer werden wollen
  • Wenn Sie sich wieder stärker finden wollen
  • Wenn Sie sich privat oder beruflich neu orientieren wollen
  • Wenn Sie Besorgnisse zu sehr vereinnahmen und Sie gelassener werden wollen
  • Wenn Sie Konflikte mit sich selbst oder mit anderen bearbeiten, refklektieren oder auflösen wollen
  • Wenn Sie einfach nur einen professionellen Gesprächs-Sparringspartner brauchen

Coaching ist inzwischen zu einem Begriff einer Beratungsmöglichkeit für sämtliche Berufsgruppen und Privatpersonen geworden, nicht nur für Sportler und Führungskräfte.

Prämissen im Coaching

Veränderung ist unvermeidbar

Menschen müssen sich beruflich wie privat permanent und schnell wechselnden Anforderungen anpassen. Veränderung wird aber erst möglich, wenn jede/r Einzelne die Möglichkeit hat, das Wahrnehmungsfeld für sich zu erweitern. Kleine Veränderungen ziehen größere nach sich.

Auf die Kompetenzen kannst du dich verlassen

Jede menschliche Eigenschaft kann sowohl Blockade als auch Kompetenz sein. Richten Sie den Blick auf Lösungen anstatt auf Probleme und auf die Zukunft anstatt auf die Vergangenheit, so werden verschiedene Lösungswege für eine positive und pragmatische Herangehensweise möglich. Diese gilt es, auf den jeweiligen Kontext abzustimmen.

Jedes System kreiert seine eigene Wirklichkeit

Unternehmen, Teams, Familien, Paare und jede soziale Konstellation sind komplexe soziale Systeme mit vielfältigen Wechselwirkungen und folgen einer inneren Gesetzmäßigkeit. Deshalb haben einzelne Mitglieder des Systems oft nur begrenzten Einfluss auf die Lösung. Eine systemische Sicht setzt auf Beobachtungsvielfalt von Wechselwirkungen, Abhängigkeiten, Verknüpfungen und Vernetzungen, die dann als Ressourcen sichtbar und für Lösungen nutzbar werden.

Wenn Sie Fragen haben oder einen kostenlosen Kennlerntermin vereinbaren wollen, erreichen Sie mich per E-Mail stc@schmidtpeter.com

28 Dinge, die du ab heute lassen solltest

25 DingeHier sind sie, die Dinge, die Du Dir ab heute nicht mehr antun musst – weil sie völlig sinnlos Leid erzeugen und Dir die Kraft rauben, Dein Leben zu genießen, Dich und Deine Mitmenschen wirklich zu lieben und Deine Träume zu verwirklichen.

  1. Dich anlügen: „Ich wollte eigentlich immer die Welt bereisen, Abenteuer erleben und darüber schreiben …. und jetzt wohne ich noch bei Mutti und komme allerhöchstens mal in den Supermarkt oder ins Büro … aber ist doch auch so super wie’s ist“ …
  2. Ein Anderer sein wollen als der, der Du bist: Wenn Du ein Anderer sein willst als der, der Du wirklich bist – wie kannst Du jemals den glücklich machen, der Du wirklich bist? Es ist, als wärst Du auf der Jagd nach Fleisch, obwohl Du Vegetarier bist – Deine Bedürfnisse können so niemals gestillt werden, Du wirst verhungern.
  3. Deinen Problemen davonlaufen wollen: Eine gefährliche und weit verbreitete Spielart davon, sich selbst anzulügen. Die Probleme sind auf Dauer immer schneller als wir. Lügen haben kurze Beine, die Beine der Probleme sind dafür umso länger und muskulöser.
  4. Deine eigenen Bedürfnisse immer hinten anstellen: Es ist Dein Recht, Dir Gutes zu tun. Außerdem: wie viel kannst Du geben, wenn Du selbst leer bist?
  5. In der Vergangenheit leben: Dein Partner hat Dich verlassen? Dein Unternehmen ist längst nicht mehr das, was es mal war, oder sogar tot? Dann ist es an der Zeit, einen neuen Partner zu finden oder ein neues Unternehmen zu gründen. Du hast genug gelitten, schon damals. Du brauchst diese Erfahrungen nicht immer wieder in Deinem Kopf abspulen.
  6. In der Zukunft leben: „Augenblick für Augenblick kommt jeder aus dem Nichts hervor. Das ist die wahre Lebensfreude.”, sagte der berühmte Zen-Meister Shunryu Suzuki. Ich ertappte mich neulich auf dem Weg in den Park bei hastigen Schritten – dabei ist der Weg bis in den Park genauso voller wertvoller Augenblicke wie der anschließende Weg durch den Park. Ich atmete ruhig durch und ging langsamer weiter. Ansonsten wäre ich wohl auch im Park gehastet – mit den Gedanken wieder daheim am Computer. Geht’s Dir auch manchmal so?
  7. Dich für alte Fehler bestrafen: Alte Fehler gehören dorthin, wo sie geschehen sind – in die Vergangenheit. Wir konnten in den meisten Fällen einfach nicht anders. Und: wie kannst Du mehr wieder gut machen, was geschehen ist (wenn es denn überhaupt etwas wieder gut zu machen gibt): indem Du Dich selbst im stillen Kämmerlein Deines Kopfes auspeitschst – oder indem Du aus ihnen lernst und die Gegenwart besser gestaltest?
  8. Dich von Sorgen überrollen lassen: Ein großer Teil unserer Sorgen sind nichts als erfundene Geister von morgen, die uns heute heimsuchen. Siehe 20 sinnlose Sorgen, die Du noch heute loslassen kannst.
  9. Dich nur auf die Anstrengungen vor Dir konzentrieren und nicht darauf achten, wie viel Du schon geschafft hast: Eine der Fallen, in die ich häufig trete. Anstatt mich darüber zu freuen, wie weit ich schon gekommen bin, verzweifle ich (vorübergehend) daran, wie weit der Weg vor mir noch ist.
  10. Verantwortung zurückweisen: Keine Verantwortung für Dich zu übernehmen und Dich stattdessen zu beklagen heißt: Dich selbst beschwer-en. Und zwar mit dem Rucksack, mit dem Du keinen Meter weiter aus der Misere kommst.
  11. Gehässig sein: Nelson Mandela zitierte Buddha als er ganz und gar nicht verbittert nach Jahrzehnten, die er unschuldig im Gefängnis saß, die äußere Freiheit wiederhatte: „Sich zu ärgern gleicht dem Trinken von Gift und dann zu hoffen, es würde deine Feinde töten“.
  12. Eifersüchtig sein: Ebenfalls eine Art Bumerang. Wie ein Bumerang kommt sie zurück und säbelt uns den Verstand und den Klarblick ab. Mehr zur Eifersucht hier.
  13. Dich abschotten, um nicht verletzt zu werden: Würdest Du nie wieder etwas essen und trinken, um einer Lebensmittelvergiftung vorzubeugen? Wenn Du Dich abschottest, verdurstest/verhungerst Du emotional.
  14. Dich rechtfertigen: Dich rechtfertigen heißt, nicht zu Dir und Deinen Entscheidungen zu stehen. Nicht zu Dir zu stehen heißt, Dich selbst hängen zu lassen.
  15. Von jedem gemocht werden wollen: Wer von jedem gemocht werden will, kann von niemandem geliebt werden – er bleibt eine Hülle, in der nichts Eigenes gewachsen ist. „Sie war mir ein völliges Rätsel“, schrieb Sebastian Horsley, „wenn man an der Oberfläche kratzte, kam nur noch mehr Oberfläche hervor“.
  16. Komplimente zurückweisen: „Du meinst, ich hab das gut gemacht? Nein, nein, das war nur ein Zufall und außerdem wurde mir geholfen und überhaupt kann ich eigentlich gar nichts, aber trotzdem danke.“ … Komplimente nicht anzunehmen ist nicht nur dem Komplementgeber gegenüber respektlos, sondern auch uns selbst. Warum nicht ehrlich gemeinte Blumen annehmen und uns an ihnen erfreuen, wenn sie uns jemand schenken möchte?
  17. Dich mit und an anderen Leuten messen: So wie Olympische Spiele keinen Sinn machen, bei der Elefanten gegen Mäuse und Nacktmulle gegen Krokodile antreten, so macht es auch keinen Sinn, sich als Mensch außerhalb des Sports (und selbst dort ist es fraglich) mit anderen Menschen zu messen. Zu unterschiedlich sind unsere Gene, Fähigkeiten, Bedürfnisse und Strickmuster. Dass wir uns dennoch permanent mit dem Nachbarn und seinem grüneren Gras messen heißt, dass wir uns selbst eine große Ungerechtigkeit antun.
  18. Mit Menschen Zeit verbringen, die Dir nicht gut tun
  19. Alles perfekt machen wollen: Darüber wurde auf myMONK und überall anders schon genug geschrieben. Dennoch gehört die Perfektion auf jeden Fall in die Liste der Dinge, die wir uns unnötiger- und quälenderweise antun.
  20. Glück kaufen wollen: 60 Stunden in der Woche in einem Scheißjob arbeiten, damit man sich Auto+Penthouse-Wohnung+Karibikreisen leisten kann? Ich glaube nicht daran, dass das so funktioniert.
  21. Undankbar sein: Sich nicht regelmäßig auf das zu besinnen, das man hat und über das man froh sein kann, ist Glücksmord durch Unterlassung.
  22. Dir Freude, Pausen, Ruhe und ausreichend Schlaf versagen: Im Studium sagte ich mal „ich kann’s noch schaffen, bei den Prüfungen (auf die ich mich wie immer viel zu spät vorbereitet hatte) zu glänzen – wenn ich die nächsten Wochen nur noch drei Stunden am Tag schlafe!“. Da stand ich bereits ziemlich neben mir. Mir ging kurz darauf die Luft komplett aus und ich musste den größten Teil der Prüfungen schieben. Mit mehr Pausen und ausreichend Schlaf wäre das nicht passiert.
  23. Über Deine Verhältnisse leben: Fühlt sich erst wie Freiheit an. Bis man merkt: verdammt, ich hab mich selbst versklavt.
  24. Deinen Körper wie einen Mülleimer behandeln: Siehe Rauchen, Mikrowellenfraß, Bewegungslosigkeit. (Warum) tust Du Dir das an?
  25. Deine Wohnung wie eine Mülldeponie behandeln: Ramsch, ramsch.
  26. Zögern zur Handlungsstrategie Nummer 1 machen: „Wenn du eine Garantie haben willst, kauf dir einen Toaster“ (Clint Eastwood). Die Kunst ist nicht, keine Zweifel mehr zu haben, sondern trotz der Zweifel voranzuschreiten.
  27. Den Weg des geringsten Widerstands gehen: Der Weg des geringsten Widerstands … der Weg der Verdammten, die irgendwann nicht mehr mit dem Strom, sondern in ihrer Reue schwimmen.
  28. In einem Job arbeiten, den Du hasst: „Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eines anderen, oder seinen eigenen. Gib Acht, dass du deinen eigenen Traum verfolgst“, so der Unternehmer Christopher LaBrec. Dein Job zeigt, wessen Du Traum Du verfolgst. Wenn Du unzufrieden mit ihm bist, ist es wohl der Traum eines anderen, für den Du Dich im Büro abkämpfst. Siehe 12 Anzeichen, dass Du Deinen Job an den Nagel hängen solltest.

„A“ wie richtig gut Zuhören lernen

Titel

Zuhören ist sehr viel schwieriger, als gemeinhin angenommen wird; wirkliches Zuhören bedeutet, uns selbst völlig loszulassen, alle Informationen, Konzepte, Vorstellungen und Vorurteile fallenzulassen, mit denen unsere Köpfe so vollgestopft sind.

In Deinem Kopf hüpfen die Gedanken wie hyperaktive Kinder nach zwanzig Kaffees und einer meterlangen Line Koks. Du identifizierst Dich mit diesen Gedanken, glaubst, sie seien Du. Doch du bist nicht diese Gedanken, die wiederum Deine Gefühle und Handlungen auslösen.

Im Moment allerdings bist Du noch wie eine Marionette dieser Gedanken. Ich hatte ein bewegtes Leben, sprach die Marionette.

Der Marionette war ihr Schicksal nicht bewusst. Sie identifizierte sich so sehr mit den Stricken an ihren Körperteilen, dass sie nicht mehr merkte, wie fest sie an ihnen dran und wie stark sie von ihnen abhängt.

Du bist eine wie Marionette einer Gedanken. Du hängst so sehr an ihnen, dass sie Dich steuern, Dich hierhin springen lassen und dann dorthin und dann wieder hierhin und zurück und wieder vor. So sehr, dass Du gar nicht mehr weißt, wo hinten und vorne ist, und was jetzt gerade passiert, in diesem Moment.

Das passiert normalerweise auch, wenn Du zuhörst. Der Andere redet und Du interpretierst und machst aus seinen Worten etwas anderes, als sie wahrhaftig bedeuten, Du unterbrichst ihn, willst aus Deinem irre üppigen Erfahrungsschatz plaudern, Lösungen vorschlagen, korrigieren, oder driftest ab und denkst über dieses und jenes nach. Die Worte des Anderen gehen links rein und rechts raus, Deine Gedanken von links nach rechts, und Du mit ihnen, immer weiter hinaus aus dem Ort und dem Moment, in dem Du eigentlich gerade bist.

Du kannst es aber auch anders machen.

Du kannst Zuhören als eine Meditation nutzen.

Wenn Du Zuhören als Meditationsübung nutzt, wirst Du das Karussell Deiner Gedanken und Gefühle beobachten lernen. Und lernen, Dich von Ihnen zu lösen und so gegenwärtig und präsent zu sein wie die Gegenwart selbst. Und nebenbei kannst Du Dich in Mitgefühl üben und Deine Beziehungen auf eine neue, tiefere Ebene bringen, Dich so verbunden mit dem Anderen, mit Dir selbst und mit der Welt fühlen, wie vielleicht nie zuvor in Deinem Leben.

Acht Regeln, wenn man durch Zuhören zur Erleuchtung gelangen will.

Die „acht A-s des Zuhörens“ oder „die alte AAAAAAAA-Technik“.

A wie  Ablenkungen eliminieren: so wie Du nicht auf einer Baustelle voller Krawall meditierst, weil es Dich zu stark ablenken würde, solltest Du auch beim Zuhören so viele mögliche Ablenkungen wie möglich auszuschalten.

A wie Angemessene Haltung wahren: wenn Dein Körper schlaff ist wie ein nasses Handtuch, wirst Du Dich nicht konzentrieren können. Sei nicht zu entspannt und nicht zu angespannt, und signalisiere dem Anderen auch mit Deinem Körper, dass Du ihm zuhörst.

A wie Atmen: atme ruhig und tief in Deinen Bauch hinein. Das wird Dir helfen, seltener von Deinen Gedanken aus dem Moment in die Vergangenheit oder Zukunft gezerrt zu werden.

A wie Aufmerksam bleiben: wenn Deine Gedanken abdriften, lenke Deine Aufmerksamkeit wieder sanft zurück zum Gespräch.

A wie Auch auf das hören, was er nicht sagt: aber nicht zu voreilig, indem Du urteilst und unterstellst, dass er die Welt durch dieselbe Brille sehen muss wie Du. Gegebenenfalls nachhaken: „Habe ich Dich richtig verstanden, dass …“.

A wie Auf den Anderen eingehen: in welcher Situation befindet er sich? Wie wird es ihm wohl damit gehen?

A wie  Auf keinen Fall unterbrechen (es sei denn…): Du hast den Impuls, den Anderen zu unterbrechen? Nimm den Impuls wahr, erkenne ihn an, aber folge ihm nicht (es sei denn, Du kannst echt nicht mehr, z.B. weil er sich inzwischen zum zehnten Mal wiederholt).

A wie Achtsames, anhaftungsloses In-Dich-Hineinhorchen: was geschieht in Dir, neben Deinem Impuls, den Anderen zu unterbrechen? Wie fühlst Du Dich? Lass Deine Gedanken und Gefühle kommen und gehen, heiße sie willkommen, wenn sie kommen, und lasse sie wieder los, wenn sie gehen wollen.